»Auschwitz fängt da an, wo einer sagt oder denkt: ES SIND JA NUR TIERE.« Theodor W. Adorno, Philosoph, Soziologe (* 11. Sept. 1903 † 06. August 1969)
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Sonntag, 22. April 2018

Update zur Petition „The United Nations is to outlaw crimes against humanity!”


Von AKT-Mitarbeiterin Barbara Schwarz

Liebe Mitzeichner und Tierfreunde, Sie haben schon einige Zeit nichts von dieser Petition gehört, und vielleicht haben Sie auch die eine oder andere Anfrage an Peter H. Arras und seine Organisation AKT geschrieben, die leider unbeantwortet geblieben ist. Der Grund dafür:

Peter H. Arras ist tot. Er verstarb plötzlich und völlig unerwartet am 4. März 2018 im Alter von nur 51 Jahren. 

Mit ihm hat nicht nur seine Organisation, die Aktion Konsequenter Tierschutz (AKT) und sein Institut für Mitweltethik ihren Gründer und Motor verloren, sondern die Welt einen unermüdlichen Kämpfer für die gesamte Tierwelt mit großen Visionen auch für ein friedliches Miteinander von Menschen und Nicht-Menschen in unserer gemeinsamen Biosphäre.

Peter hinterlässt eine Tochter und seinen jahrelangen Mitstreiter und Vertrauten, Felix Denig, der die unglaubliche Aufgabe zu bewältigen hat, AKT-Auffangstation mit ihren über 300 Tieren unzähliger Arten so weiterzubetreuen, wie er es jahrelang mit Peter zusammen tat.

Seine Freunde, Förderer und engsten Mitstreiter, zu denen ich mich in den letzten Jahren zählen durfte, sind zutiefst getroffen durch den Verlust des großartigen Menschen und Tierfreundes Peter H. Arras. Besser als ich es in Worte fassen kann, hat ein guter Freund von Peter, Harald Hoos von pro iure animalis, seinen Nachruf verfaßt. Hier finden Sie diesen in deutscher Sprache inklusive eines Links zum Kondolenzbuch:

http://www.pro-iure-animalis.de/index.php/verschiedenes/articles/nachruf-peter-arras.html 

Unsere UN-Petition „Verbrechen gegen die Menschlichkeit ächten“ wird weitergeführt und nach Erreichen eines weiteren Meilensteins wieder den Entscheidungsträgern in New York unterbreitet. Sie hat nichts von Ihrer Wichtigkeit eingebüßt, sondern vielmehr durch den furchtbaren Verlust von Peter H. Arras uns allen auferlegt, um so mehr für Tiere einzutreten, um sie vor unmenschlicher Brutalität zu retten, jetzt, wo er selbst es nicht mehr tun kann.

Gerade wird in Russland in Vorbereitung des WM-Spektakels damit begonnen, brutal Hunde umzubringen, um der Sportwelt eine „schöne heile Welt“ vorzugaukeln, so daß wir, Peters Unterstützer und Petitions-Mitzeichner, nun noch vehementer gegen Tierfolter, wo immer sie stattfindet, vorgehen müssen.

Bitte verbreiten Sie die Petition immer noch weiter, und sollten Sie in einem Land leben, in dem Sie sich frei auch Ihren Politikern gegenüber äußern dürfen, sprechen/schreiben Sie diese an, wenden Sie sich an Ihre Regierung, Außenministerium, UN-Botschafter direkt – und auch an jene Tierschutz-Organisationen, die bisher dieser einzigartigen Initiative ihre offene Unterstützung verweigert haben - und verlangen Sie Tierschutz in Ihrem Land und weltweit – aber nicht nach deutschem Vorbild, wo das so genannte „Tierschutz“-Gesetz in erster Linie die Ausnutzung von Lebewesen durch professionelle Tierquäler zu deren Profit regelt. Kämpfen Sie an gegen das Foltern, Ermorden und die gnadenlose Ausbeutung von Tieren, schützen Sie damit die Tiere und die Welt – uns alle! - vor der Brutalität empfindungs- und mitleidsloser Schlächter, vor jenem Grauen, welches Peter – wie wohl auch allen von uns – seit Jahren den Seelenfrieden raubte.

Ich danke Ihnen für alles, was Sie für Tiere und damit auch für Peter H. Arras, um sein Andenken und sein Lebenswerk zu ehren, zu tun bereit sind.

Ruhe in Frieden, lieber Peter, und Danke für alles, was Du Dein Leben lang für Tiere getan hast. Danke, daß ich Dich dabei unterstützen durfte.
Barbara Schwarz (Übersetzerin, ehrenamtliche AKT-Mitarbeiterin)

Bitte Petition unterzeichnen

Sonntag, 11. März 2018

Die Verbrechen des Menschen gegenüber seinen Mitgeschöpfen



Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, was wohl passieren würde, wenn jemand kleine Hundewelpen in dreckige Ställe zwängen, mästen und abschlachten würde, um ihre Muskeln als „Schnitzel“ und weitere ihrer sterblichen Überreste als „Wurst“ zu verkaufen, nachdem sie durch den Fleischwolf gedreht und in ihren eigenen Darm gesteckt wurden? Eine unvorstellbare Tierquälerei. 

Wer kauft so etwas? Wer kann denn ohne schlechtes Gewissen so etwas essen oder damit sogar eine fröhliche Grillparty veranstalten? Ist das überhaupt erlaubt? Das wären die Fragen, die sich eine entrüstete Bevölkerung stellen würde und mit denen sich in der Folge sicher auch Behörden und Gerichte beschäftigen müssten. In der Realität werden solche entsetzlichen Grausamkeiten jedoch jeden Tag an Tieren verübt, doch der Aufschrei bleibt aus. 

Den so genannten „Nutztieren“ wird im Gegensatz zu Hunden völlig selbstverständlich der Tod im Schlachthof zugemutet. Ihr Sterben ist Alltag, der Verzehr ihrer toten Körper ist Normalität. Eine moralische Unterscheidung, die dazu führt, dass allein in Deutschland jährlich ca. 770 Millionen Tiere umgebracht werden, um sie zu essen - Fische und andere Wasserbewohner nicht mitgerechnet. 

Geboren um zu sterben, verbringen die meisten von ihnen ein qualvolles Leben. Die Industrie ist nicht umsonst bemüht, auf Fleisch-, Ei- und Milchprodukten nur Bilder von „glücklichen Tieren“ abzubilden, denn ein sich regendes Verbrauchergewissen mindert den Umsatz. Ich aber möchte genau dieses Gewissen aktivieren und ein Bewusstsein schaffen, das keine Unterschiede mehr macht, denn noch werden auf dieser Erde Milliarden Tiere nur geboren, um „verbraucht zu werden". 

"Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist ein Dummkopf. Wer die Wahrheit jedoch kennt und diese eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher." (Bert Brecht) 


Unsere tierlichen Mitgeschöpfe sind fühlend, leidensfähig und lebensberechtigt nicht weniger als wir Menschen. Somit haben sie auch wie wir Menschen einen Anspruch auf Schutz, Würde, Unversehrtheit und Leben! Jedoch dessen ungeachtet sind es Menschen, die täglich über 120 Millionen Tiere straffrei ermorden. 

Es gibt nicht die geringste Notwendigkeit, Tiere zu quälen, zu foltern, zu töten und milliardenfach zu vernichten! Doch einzig und allein deswegen, weil hirn - und empathielose Menschen den Tieren das Lebensrecht und jeglichen Schutzanspruch absprechen und sich die Tiere nicht wehren können, geschehen all diese furchtbaren Verbrechen an ihnen. 

Und für diese Verbrechen zeichnet leider auch die Kirche ursächlich verantwortlich und die Politik steht dieser verbrecherischen Kirche in nichts nach, sobald es um unsere tierlichen Mitgeschöpfe geht! Welche Verbrechen auch immer an Tieren geschahen und immer noch geschehen: Die Kirche schweigt! 

Und was sagt uns das? 
Die 3 Säulen der menschlichen Verderbnis sind Machtgier, Habgier und Fleischfraß. 

An diesen 3 Säulen ist auch die Kirche von jeher massiv beteiligt. und die Folgen dieser 3 Säulen sind Qual und Vernichtung von Tieren, Qual und Vernichtung von Menschen, sowie Vernichtung unserer Umwelt, der Natur und des Klimas. Laut Bibel bekamen die Menschen einst ein Paradies geschenkt. Aber sie bringen nichts Anderes zustande, als dieses Paradies in ein bluttriefendes Schlachtfeld und in eine stinkende Müllkippe zu verwandeln.



Mittwoch, 7. März 2018

Die Kirche hat die Tiere verraten


Dies ist keine Demonstration gegen die Kirche an sich. Es ist aber eine Protestveranstaltung gegen das Schweigen und die Ignoranz der Kirche was die Tiere betrifft. Es ist ein Protest gegen das Vergessen. All die Menschen und Bilder hier sind ein stummer Aufschrei für jene, die nicht gehört werden. 

Die Kirche hat die Tiere verraten: Sie hat ihnen die unsterbliche Seele abgesprochen und diesen Irrglauben bis heute nicht rehabilitiert Nach dem Kirchenlehrer Thomas von Aquin, besitzen Tiere eine sterbliche Seele und diese stirbt mit dem Tod ihres Körpers. 

Ich frage Sie: Wie kann die Seele eines beseelten Wesens sterben, wenn es doch eine Seele besitzt und diese etwas Immaterielles ist? Tiere sind damit auch aus dem fünften Gebot ausgeschlossen, dem „Du sollst nicht morden“, denn einen Mord begeht man nur an einem Menschen und nur ihm bleibt das Himmelreich vorbehalten. 

Die Kirche hat die Tiere vergessen: Seit dem Amtsantritt von Papst Franziskus sind zwei Jahre vergangen. Wie viel Hoffnung wurde gehegt, dass dieser Mann, der als erster in der Kirchengeschichte den Namen Franziskus wählte, sich auch für die Tiere einsetzt. Bis zum heutigen Tag warten viele Menschen auf ein eindeutiges Zeichen dieses Papstes gegenüber dem unendlichen Leid der Tiere. Dem hl. Franziskus, seinem Vorbild, sind folgende Zeilen zugeschrieben: „Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir – also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers: unsere Brüder.“ 

Die Kirche jedoch hat die Tiere vergessen und schweigt. Sie schweigt zu den Qualen unserer kleinen Brüder und Schwestern, sie ignoriert das immense Leid der Tiere in den Massentierhaltungen, den Schlachthäusern, Tierversuchslaboren und Pelzfarmen, sie schweigt zu den Tötungen der Straßenhunde, den Stierkämpfen und vielem mehr. 

Für die Christen ist Ostern das Fest der Auferstehung – für die unschuldigen Lämmer und viele andere Tiere ist es ein Fest des Todes. Doch nicht nur an Ostern, sondern an jedem einzelnen Tag. In jeder Minute, die auf dieser Erde vergeht, findet ein unendliches Blutvergießen und Leid statt: 60 Milliarden getötete Tiere weltweit – pro Jahr: Dies ist nur eine Schätzung und berücksichtigt keine Fische, Straßenhunde, Tiere aus Versuchslaboren oder solche, die für die Pelz- oder Lederindustrie sterben. 

Indem die Kirche ihre Augen vor dem Leid der Tiere verschließt, ignoriert sie auch die Folgen des massiven Fleischkonsums: den Hunger in den Entwicklungsländern, die Klimaerwärmung und Zerstörung unseres Planeten. Massentierhaltung trägt einen erheblichen Anteil daran, dass immer mehr Menschen in den Entwicklungsländern hungern und unterernährt sind, laut der FAO fast 900 Millionen. Während täglich 20 Milliarden sogenannte „Nutztiere“ für den Fleischkonsum mit Getreide und Soja gefüttert werden, sterben jeden Tag Zehntausende von Menschen an Hunger. 

„Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder …“ Diesen Satz kennen nicht nur Katholiken oder Protestanten. Würden Sie ihr Kind in ein Schlachthaus mitnehmen? Die Antwort lautet sicher “Nein”. Aber Sie lassen es das essen, was von diesem Ort kommt: Zerstückelte Tierleichen. Sie zeigen ihm Apfelbäume oder Maisfelder, aber Sie würden niemals mit ihrem Kind in einen Schlachthof gehen, damit es sieht, wie Tiere getötet werden, denn das Schlachten ist ein barbarischer und grausamer Akt. 

Wir Erwachsenen haben verlernt, wie die Kinder zu sehen und zu fühlen: mit dem Herzen. Erst wenn wir das tun, leben wir echte Nächstenliebe. Eine Nächstenliebe, die nicht nur dem Menschen gilt, sondern auch jenen Mitgeschöpfen, die schon lange vor uns da waren. 

Die Kirche aber schweigt. Sie schweigt zu den Qualen der Tiere, zu den Leiden eines Teiles der Schöpfung, die von ihrem Gott erschaffen wurde. Es ist leicht, einfach zu schweigen und die Augen vor diesem Leid zu verschließen. Es ist bequem, sich auf uralten Dogmen und Lehrmeinungen auszuruhen und ein anthropozentrisches Weltbild nicht infrage zu stellen. Aber es ist nicht richtig. Und es kann nicht richtig sein, an Ostern von Liebe und Auferstehung zu predigen und danach ein Stück unschuldigen Lebens zu verspeisen. 

Tiere halten das natürliche Gleichgewicht der Erde und folgen nur ihrer Natur. Die Seelen der Tiere haben gewiss Flügel, mit denen sie nach ihrem Tod in den Himmel fliegen – schneller als so mancher Mensch. Es ist an der Zeit, auch für die Kirche, die Tiere als das zu respektieren, zu schätzen und zu lieben, was sie sind: Mitbewohner dieses Planeten – unsere Brüder und Schwestern.

Samstag, 3. März 2018

Stimmlos – Schutzlos – Hoffnungslos


Von Daniel Schneider

Schweine, Ferkel, Kühe, Kälber, Schafe, Lämmer, Hühner, Küken, Pferde, Pfohlen, Hunde, Welpen, Katzen, Rehe, Hummer, Puten, Fische, Affen, Enten, Gänse, Hasen und millionen weiterer Tiere. Sie alle stehen in Deutschland angeblich unter dem Schutz des Tierschutzgesetzes. Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. 

  • Tierschutzgesetz §1: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“

Animal Rights Watch veröffentlichte Bilder aus Niedersachsen. Zu sehen sind verwesende und verwahrloste Schweine. Einige der Schweine haben durch tagelange Vernachlässigung einen fortgeschrittenen Verwesungszustand erreicht. Andere Schweine nagen an ihren noch lebenden Artgenossen. Bei vollem Bewusstsein werden diese von ihren Brüdern und Schwestern gegessen. Kannibalismus nach tagelanger Untätigkeit des Tierhalters. 

  • Tierschutzgesetz §2 Absatz 1: "Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen." 

Die Organisation Animals Liberty befreite im Oktober 2014 2 Füchse aus einer europäischen Pelzfarm. Lumi und Arvo. Gezeichnet von den Qualen in den engen Drahtkäfigen schafften es diese beiden Tiere aus der Hölle der Pelzindustrie. 90 Millionen Brüder und Schwestern schaffen dies nicht. Ein Leben lang eingepfercht in Dratboxen, vegetieren 90 Millionen Füchse, Marder, Nerze und andere Tiere in riesigen Pelzfarmen, ohne ausreichend Platz, ohne Beschäftigung, vorbei an Tierschutzstandards ohne den Hauch einer Chance auf artgerechtes Leben. 

  • Tierschutzgesetz §2 Absatz 2: "Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden." 

Die Organisation Animal Rights Watch dokumentierte im Juli 2014 eklatante Verstöße gegen das Tierschutzgesetz in einer Zucht- und Mastanlage in Sachsen-Anhalt. Zuchtsauen werden zu tausenden systematisch monatelang bewegungslos in winzigen Kastenständen fixiert. Eine übliche Praxis in der Schweinezucht. Muttertiere werden dabei in sogenannten Abferkelbuchten in enge Käfiggestelle gepresst und so bewegungsunfähig gehalten. Monatelang verharren die Muttertiere fixiert in den Käfigen, ohne sich dabei umdrehen zu können, geschweige denn mit ihren eigenen Kindern in Berührung kommen zu dürfen.

  • Tierschutzgesetz §2 Absatz 3: "Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muß über die (…) erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen." 

Die Organisation SOKO Tierschutz deckte im Mai 2014 illegale Putentötungen im Kreis Dillingen auf. Das Gesetz sieht vor, Nottötungen von Tieren über 5 Kg nur mit Bolzenschussgerät und Kehlschnitt durchzuführen. Aufgenommen wurden jedoch Szenen, in denen ein Mitarbeiter die Puten mit einem Knüppelschlag betäubt, um ihnen dann mit einer großen Zange das Genick zu brechen. Dies ist illegal. Dabei anwesend war auch die Putenmästerin selbst, die unter anderem im Kreis Dillingen für den Tierschutz zuständig ist. 

Dies alles sind Zeugnisse aktueller deutscher und europäischer Tierhaltung. Gesetze werden missachtet, Tiere misshandelt und fühlende Lebewesen zu Produktionseinheiten degradiert. Maschienenwesen, weil ihre Bedürfnisse keine Rolle spielen. Produkte, weil der Grad ihres Leidens sich am Preis ihres Körpers bemisst. Spielzeug, weil Entertainment in Deutschland profitabler ist als eine artgerechte Unterbringung.  

Kein einziges Wesen dieser Erde leidet so unermesslich unter der Herrschaft der Menschen wie die Tiere, welche wir als „Nutztiere“ bezeichnen. Egal ob für Fleisch, Milch, Eier, für Pelz, Feinkost oder eine Show, jedes Tier im Dienste des Menschen ist der Willkür und dessen unbändiger Gier nach Konsum ausgeliefert. Vor Jahrhunderten noch Frauen oder Farbige, sind heute die Tiere Sklaven im 21. Jahrhundert. Stimmlos – Schutzlos – Hoffnungslos. 

Jahrhundertelang haben wir Ahnungslos zugesehen, wie sich dieses System der Gewalt in unsere Gesellschaft frisst, ohne auch nur eine Ahnung zu haben was sich dahinter verbirgt. Doch nun sind wir nicht mehr Ahnungslos!  

Das System, welches sich hinter diesen Gräueltaten verbirgt, hat einen Namen. Speziesismus. Nicht anders als Rassismus oder Sexismus ist es ein System der Ausgrenzung, ein System der Gewalt, welches mit den gleichen Mechanismen operiert, um Ausbeutung und Tod zu legitimieren und die Opfer dieses Systems unsichtbar zu machen. 

Der Speziesismus macht uns glauben, dass Tiere weniger Wert sind als Menschen. Wir fragen warum? Sie fühlen, sie leiden, sie denken, sie vermissen, sie sterben… genau wie wir. Speziesismus, eine Ideologie der Ungerechtigkeit getragen und geschützt vom noch viel unglaubwürdigeren Bruder – dem Karnismus. 

Der Karnismus macht uns glauben, es sei normal Katzen und Hunde zu streicheln, Kühe und Schweine aber zu essen? Wir fragen warum? Wer hat eigentlich beschlossen, dass Hunde schutzbedürftiger sind als ebenso intelligente und sensible Wesen wie Schweine oder Hühner? Ist das nicht irgendwie… unrecht? Der Karnismus macht uns auch glauben, es sei notwendig tierische Produkte wie Fleisch, Eier und Milch zu konsumieren? Aber warum stehen dann 26 von mittlerweile deutschlandweit über EINE Million gesunden vegan-lebenden Menschen hier auf diesem Platz? Ist das nicht irgendwie… merkwürdig? 

Kann es sein, dass 99% der Bevölkerung einer Ideologie folgen, die voller Widersprüche ist? Ja. Denn bei genauerer Betrachtung gibt es keinen hinreichend plausiblen Grund, Tiere für geschmackliche Präferenzen zu töten. Es gibt keine logische Erklärung dafür, diese Trennlinie zwischen Haustier und Nutztier zu ziehen.  

Genauso wenig gibt es eine evolutionäre Vormachtstellung des Menschen, die ihm erlaubt, den Planeten mit samt seiner Flora und Fauna bis zur Erschöpfung auszubeuten. Das alles passiert aus Ignoranz, Profitstreben und dem Glaube daran alles unterdrücken zu dürfen, was schwächer, kleiner oder stimmloser ist, als man selbst. 

Das gesamte Konsumverhalten unserer westlichen Gesellschaft fußt auf dem Irrglaube des Speziesismus und des Karnismus. Fußt auf dem Leitsatz: Sie sind anders, also ist ihr Leben weniger Wert. Der Karnismus sorgt letztendlich auch dafür, dass die Opfer der Nutztierindustrie für unsere Augen unsichtbar bleiben. Bedenkt man, dass die meisten der von uns geschlachteten Tiere nicht mal ein Bruchteil ihrer Lebenserwartung erreicht haben und deswegen noch Kinder sind, glaubt man wohl kaum noch an den Mythos eines artgerechten Lebens. 

Würde man vor dem Verzehr das Schwein oder das Huhn mit all seinen Charakterzügen, seinen Eigenarten und seiner Freude am Leben kennenlernen, dann würde wohl kaum einer selbst zum Messer greifen. Das Grauen, das Leid und die Ungerechtigkeit an diesem System versteckt sich hinter Supermarktetiketten und Tierwohllabels. 

Obwohl es unsagbar schwer ist, stehen wir heute hier, um den Opfern dieser Industrie ein Gesicht zu geben. Um zu zeigen, dass real fühlende Lebewesen, mit Familie und eigener Vergangenheit, nach einem leidvollem Leben einen grausamen und vor allem sinnlosen Tod sterben mussten. 

Obwohl wir es selbst kaum aushalten, stehen wir heute hier, um zu zeigen, dass hinter Fleisch, Milch, Eier und anderen Tierprodukten Lebewesen mit Gefühlen und eigenen Bedürfnissen stecken. Einfache Bedürfnisse, wie dem zu Leben unter Familie und Artgenossen, die systematisch missachtet werden. Wir brechen heute das Schweigen und entfernen den Schleier der Unwissenheit, aufdass jeder die Möglichkeit bekommt eine Entscheidung mit Herz und Verstand zu treffen – eine Entscheidung für oder gegen das Leben. 

Es mag fast naiv scheinen, jetzt noch von Hoffnung zu sprechen. Doch gibt es Hoffnung. Ihr, die ihr heute hier steht, tragt die Hoffnung in euch. Jeder einzelne. Denn an jedem Tag trefft ihr eine Entscheidung. Für oder gegen das Leben. Habt Mut euch euren eigenen Verstandes zu bedienen, forderte schon Kant. Doch was noch viel wichtiger ist. Habt Mut eure Herzen zu öffnen. Für alle Wesen dieser Erde. 

  • Erst wenn wir lernen zu erkennen, dass keine Tierschutzgesetze und keine Tierschutzlabels die Tiere schützen, sondern nur wir selbst das können. 

  • Erst wenn wir lernen zu erkennen, dass der Begriff Heimat und Zuhause, für jeden Zirkuselefanten, für jeden Tiger und für jeden Löwen, die gleiche Bedeutung hat wie für uns selbst. 

  • Erst wenn wir lernen zu erkennen, dass hinter jedem Pelzkragen und jeder Pelzbommel einmal ein Wesen gelebt hat, dessen Nase genauso kalt und feucht war, wie die unserer geliebten Katzen und Hunde. 

  • Erst wenn wir lernen zu erkennen, dass in jedem Stück Fleisch einmal ein winziges Herz schlug, dessen Freude und Glück auch über den kleinsten Sonnenstrahl im Frühling genauso groß gewesen wäre wie unsere Freude. 

  • Erst wenn wir lernen zu erkennen, dass hinter jeder Flasche Milch, der Trennungsschmerz einer liebenden Mutter zu ihrem Kind, genauso schmerzhaft ist, wie für unsere eigenen liebenden Mütter. 

  • Erst dann werden wir erkennen, dass uns alle, Tiere wie Menschen, eines verbindet… Mitgefühl und Liebe.






















Samstag, 10. Februar 2018

Das Hundemädchen Pipa

Eine Hundegeschichte aus dem „Land des Lächelns“ von Peter H. Arras :

Markttag in Südchina:

Eine kleine Familie schlenderte über den Wochenmarkt – sie hatten Ju dabei, den dreijährigen Familienstammhalter. Da kamen sie an einen Stand, der Hundebabys verkaufte. Jedes der Tierbabys steckte bis zum Hals in einem Stoffbeutel, damit sie nicht weglaufen und nicht rumtollen.

Der Korb sieht aus, als würde er lauter kleine Welpenköpfchen enthalten – eines niedlicher als das andere. Das Kleinkind Ju nötigte seine Eltern, ihm so ein Hündchen als Spielzeug zu kaufen, und da die Eltern sehr stolz auf ihren einzigen Sohn sind, gaben sie nach. Das Hündchen nannten sie Pipa, weil es ähnlich winselt wie das chinesische Seideninstrument.

Pipa fühlte sich gar nicht gut, so ganz ohne Geschwister und Artgenossen, sie vermisste ihre Mama so sehr – doch darauf nahmen die Menschen keine Rücksicht. Sofort begann der kleine Ju damit, mit Pipa wahre Belastbarkeitstests vorzunehmen. Die Eltern fanden es klasse, bestärkten ihn sogar dabei, wenn er Pipa am Schwanz zog, ihr die Beinchen verdrehte, sie ins Eck warf und alle lachten, wenn sie winselte und zappelte.

Pipa wurde trotzdem groß, überlebte die brutalen Züchtigungen, wenn sie nach dem groben Ju schnappte, weil er sie wieder quälte oder wenn sich ihre kleine Blase auf dem Teppich leerte, weil niemand mit ihr Gassi ging. Sie gab ihr Bestes, um den Erwartungen ihrer Menschen Genüge zu tun, ihnen ihre Grobheiten und Rücksichtslosigkeiten zu vergeben und sie schwänzelte für jede Zuwendung, selbst wenn sie weh tat und nur dazu diente, sich über sie, ihre „Minderwertigkeit“ und ihre Wehrlosigkeit lustig zu machen.

Als Pipa ein Jahr alt war, hatte die Familie keine Lust mehr auf sie. Sie sahen nur noch die Futterkosten, die Arbeit und das Gassi gehen, das ihnen lästig wurde. Und Ju hatte längst bessere Spielsachen bekommen. Die Mutter verkaufte Pipa für ein paar Jen an einen Hundehändler. Pipa sah die anderen Hunde in den Käfigen und freute sich. So lange hatte sie keinen Hund mehr gesehen. Sie glaubte, das nun alles besser für sie werden würde…

Brutal wurde Pipa in den Käfig gestopft, der schon voll war mit verängstigter Leidensgenossen. Ihr Pfötchen wurde beim Schließen der Käfigklappe eingeklemmt, doch das scherte die Menschen nicht. Ihr Wehklagen ging unter im Gejammere all der anderen Hunde. Mit Wucht wurde der Käfig auf die Ladefläche eines kleinen Lieferwagens geknallt, der sich in Bewegung setzte.

Pipa und die anderen Hunde wurden einem Hundeschlachter geliefert – in China ein geachteter Berufsstand. In der Seitenstraße, die voller Schaulustiger war, roch es nach Angst und nach Tod – sowas hatte Pipa zuvor noch nicht in die Nase bekommen. Sie hatte solche Angst.

Zwei Tage stand der Käfig, geschichtet über anderen, die ebenfalls mit Hunden vollgestopft waren, am Straßenrand, zwei Tage ohne Wasser und ohne Futter und Pipas Pfote eingeklemmt, schon blau angelaufen und geschwollen. Viele Leute gingen vorüber, manche sogar mit ihren Hündchen an der Leine und Pipa dachte an ihre „schöne“ Zeit als Familienhund. Pipa musste auch die ganze Zeit über mit ansehen, was mit anderen Hunden gemacht wurde. Sie sah immer weg, wenn das, was sich zutrug, zu schlimm wurde. Oft musste sie vor Erschöpfung schlafen und all das Grauen trat in den Hintergrund ihrer Wahrnehmung.

Doch dann wurde ihr Käfig heraus gezerrt. Weil Pipa ganz oben war, war sie die erste, die dran kam. Ein Mann rammte einen Fleischerhaken durch ihren Gaumen, und ihre Nase und hängte sie auf. Ihr Gewicht zog ihren Körper nach unten. Sie strampelte wild mit ihren Beinchen, doch es gab nirgends Halt. Sie schrie vor Schmerzen so laut, wie niemals zuvor – sie konnte nicht glauben, was gerade mit ihr geschah.

Dann holte der Mann den Schweißbrenner, aus dem eine blaue Flamme heraustrat. Ganz langsam und gründlich sengte er Pipas Fell ab. Er begann in ihrem Gesicht und arbeitete sich nach unten, bis alle Haare abgesengt waren. Pipa schrie und schrie und schrie, doch das interessierte niemanden – im Gegenteil. Um das Geschehen herum standen Leute, sogar Kinder, die sich amüsierten, die sogar lachten und die mit ihren Smartphones draufhielten, um die Gräueltat an Pipa auch noch zu filmen. Das Martyrium nahm einfach kein Ende – Pipa erlebte die Verbrennung ihrer Haut all die Zeit bei vollem Bewusstsein mit. Und es wollte nicht enden.

Die Männer hatten sie ja bewusst nicht betäubt oder zuvor entblutet – nein, sie achteten sogar darauf, dass Pipa bei all diesen Gräueltaten weiterlebt – denn das war Bestandteil der Zubereitung ihres Körpers zu einer Delikatesse. Pipa soll nämlich leiden – so anhaltend und lange es nur geht – denn dann schüttet ihre Nebenniere ganz viel Adrenalin aus, das sogenannte Stresshormon, das ihr Fleisch angeblich zart und schmackhaft macht – so wie es Chinesen eben lieben.


Das viele Adrenalin verhindert auch, dass Pipas Herz stehen bleibt bei all den Schmerzen und all der Panik, die sie verspürte. Nach ca. 35 Minuten ununterbrochener Folter brach Pipas Bewusstsein endlich zusammen, ihre Beinchen strampelten nicht mehr und das Jammern hörte auf, nachdem es zuvor immer leiser geworden war.

Tierliche Leben in Staaten ohne Tierschutzgesetz verlaufen und enden fast immer auf solche Weisen – nicht nur in China! Es ist die Pflicht ALLER ethisch denkenden und empathisch empfindenden Menschen, ALLES zu tun, damit diese Gräuel, die nicht nur an Hunden, sondern an allen Tieren in diesen Staaten erlaubt sind und alltäglich vollzogen werden, ein Ende finden.


Wer sich an unserem Kampf gegen Tierfolter weltweit nicht beteiligt, der macht sich mitschuldig an den unvorstellbaren, unaussprechlichen Qualen von Pipa. Da die Tierfolternationen sich seit Jahren ignorant zeigen gegenüber Protesten und Petition, bleibt uns nur noch, die Vereinten Nationen anzurufen und diese aufzufordern, Tierfolterungen weltweit zu ächten und in allen Nationen den Erlass von Tierschutzgesetzen zu erwirken sowie die strikte Ahndung von Tierfolterungen.

Bitte helfen Sie alle engagiert und ausdauernd mit, dieser historischen Petition auf https://www.change.org/p/the-united-nations-is-to-outlaw-crimes-against-humanity  zum Erfolg zu verhelfen! Bitte unterzeichnen und verbreiten Sie diese Petition überall auf der Welt – sie ist in neun Sprachen abgefasst. Danke!


Peter H. Arras

Mittwoch, 7. Februar 2018

„Menschenschutz“ vs. „Tierschutz“?




Leider immer wieder müssen sich Tierfreunde weise Ratschläge anhören nach dem Tenor, „…man möge die kostbare Zeit doch nicht mit Tieren verplempern, sondern sich um wichtigere Dinge, die „Krone der Schöpfung“, den Menschen kümmern.“

(Siehe z.B. http://www.zeit.de/2015/51/fluechtlinge-krieg-probleme-wohlstand-europa ) 

Mit anklagend erhobenem Zeigefinger und selbst aufgesetztem Heiligenschein immer das gleiche vorwurfsvolle Geschwätz: Weltweit sind Menschen auf der Flucht, hungern eine Milliarde Menschen und alle drei Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen des Hungers. Und hier, mahnen aufgebracht Möchtegern-Gutmenschen, „… sollten sich die Tierschützer doch bitteschön kraftvoll engagieren“. 

An die Adresse solch nörglerischer, im speziesistischen Denken gefangener Besserwisser gewandt: Sie mögen sich einmal an die eigene Nase fassen. Was tun sie eigentlich selbst zum Wohle der Welt, konkret(!) zum Wohle von beklagenswerten Flüchtlingen und hungernden Menschen? Meist setzen sie sich nämlich im Alltagsgeschehen weder für Tiere noch für Menschen ein. 

Warum fordert man analog nicht ähnlich vehement Sportfreunde, Künstler und andere Spezies auf, Tennisschläger, Fußball oder Geige und Malpinsel in die Ecke zu schleudern – und sich stattdessen „kraftvoll“ bei der Rettung all der notleidenden Menschen zu betätigen? Oder erwartet vom Pfarrer, er möge sich um das kostbare körperliche Wohl kümmern – und nötigt den Arzt hingegen, er solle sich doch dem wichtigeren Seelenheil des Menschen widmen ! 

Wieso erwartet man gerade von Tierschützern eine allumfassende, geradezu überirdische Guthaftigkeit ? Was hat die Rettung von Tieren hier, mit einreisenden Flüchtlingen zu tun? Zudem sind viele dieser Zuwanderer nach internationalem Recht nicht als solche anzusehen, sondern als illegal einreisende Asylanten. 

Es ist schlicht perfide, mehr oder weniger sophistisch artikuliert, „Menschenschutz“ gegen „Tierschutz“ ausspielen zu wollen. Im übrigen sind Tierschützer meist auch für Menschen aktiv; eines schließt das andere nicht aus. Es darf nicht heißen entweder oder, sondern sowohl als auch. 

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen seit langem, dass Serienkiller ihre Aggressionen meist zuerst an Tieren auslassen. Der US-Bundesstaat Kalifornien verlangt so bereits seit 1998, dass Menschen die Tiere misshandeln und quälen, in psychiatrische Behandlung geschickt werden. „Mit einer solchen Zwangstherapie können wir vielleicht die Eskalation der Gewalt stoppen“, so Gouverneur Pete Wilson nach Verabschiedung des Gesetzes. Indirekt resultiert aus Tierschutz letztlich auch Menschenschutz. 

Lassen wir uns also bei unserem Einsatz für unsere tierischen Mitgeschöpfe – die wirklich Ärmsten der Armen (sic!) – nicht beirren. Jeremy Bentham (1748-1832): „Wesentlich ist nicht die Zahl der Beine, die Behaarung, oder Farbe der Haut (…) Ein erwachsenes Pferd oder ein erwachsener Hund sind weitaus verständiger als ein Kind, das einen Tag, eine Woche, oder sogar einen Monat alt ist. Doch selbst wenn das nicht so wäre, was würde das ändern? Die Frage ist nicht, können sie denken oder sprechen, sondern – können sie leiden ?“ 

Fleischesser hier, müssen sich im Zusammenhang mit Flucht und dem Hunger in der Welt, mit dem Vorwurf „Das Vieh der Reichen hier frisst das Brot der Armen“ indes endlich ernsthafter auseinandersetzten. Für die Bäuche der Menschen werden jährlich 50000000000 Tiere (ohne Fische) „produziert“, um nach kurzer Zeit mehr oder minder grausam vom Leben zu Tode befördert zu werden. 

Wir, in den sogenannten Wohlstandsländern, versinken in subventionierten Milchseen, in Butter- und Fleischbergen. Doch um 1 kg(!) Fleisch zu „erzeugen“ benötigt man zwischen 7 – 16 kg Pflanzennahrung und ca. 10.000 – 20 000 Liter Wasser. 50 % des Getreides und 90 % der Sojaproduktion werden so weltweit sträflich verschwenderisch an „Nutztiere“ zur „Fleischgewinnung“ verfüttert. 

Bei vegetarischer/veganer Lebensweise wäre für alle Hungernden genug Nahrung vorhanden!
Und zuletzt: Leben nicht alle Tiere gleichermaßen gerne? Wieso echauffiert man sich beispielsweise pharisäerhaft über Chinesen, die Hunde essen? Warum konstruiert man einen Unterschied zwischen Hund und Katz – und Huhn, Schwein und Rind. Weshalb streichelt man die einen – frisst aber die andern? 

Fazit: Moral und Ethik dürfen nicht willkürlich – mit Hornhaut auf den Empathie-Gehirnwindungen und anthropozentrischem Denken – nach Belieben zusammengebastelt werden. Engagement für Menschen und Tiere ist gleichermaßen wichtig und notwendig – zweckmäßigerweise im Alltagsgeschehen oft aber per sinnvoller, karitativer Arbeitsteilung der Helfer. 

Quelle: huffingtonpost.de










Sonntag, 26. Juli 2015

Meat the Truth - Die unbequeme Wahrheit über Fleisch

Umweltschutz aus einem Blickwinkel, den die meisten Politiker gerne stillschweigend verheimlichen und den andererseits die meisten Menschen nur ungern wahrhaben wollen. Ein bedrückender und aufklärender Dokumentarfilm, der keinen Zweifel darüber lässt: Viel Zeit zur Umkehr und zur Wahrnehmung unserer Verantwortung bleibt uns nicht mehr, denn die Stunde der Wahrheit schlägt keineswegs erst 11.00 Uhr, sondern offenbar schon 11.59 Uhr!

Wusstest Du schon, dass die Erderwärmung nur zu einem geringen Teil von Industrie und  Verkehr verursacht wird ? Der größte Faktor, der den Klimawandel vorantreibt, ist weder die Industrie noch der Verkehr, sondern die Massentierhaltung. Rinder, Schweine, Hühner, Schafe, Gänse, Puten und andere Tiere werden auf der ganzen Welt in unvorstellbar großen Massen gehalten und schonungslos ausgebeutet, weil die Mehrheit der Menschen vorrangig nach Fleisch, sowie aber auch nach Milch und Eiern gierig ist und betreffs dieser Gier und Freßsucht keinerlei Grenzen kennt.

Letztlich ist es die Summe aller Faktoren, die die Massentierhaltung zum Klimakiller Nummer 1 machen: der Anbau von Futtermitteln, der Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden, der Wasser - und Energieverbrauch bis hin zur Abholzung der Regenwälder. Für nur ein Kilo Fleisch müssen umgerechnet zwischen 7 bis 12 Kilo Getreide geerntet werden. Andererseits wird das Saatgut für die “Nutztiere" der westlichen Welt vielfach in den Entwicklungsländern angebaut, in denen ja bekanntlich immer noch viele Menschen hungern und verhungern müssen, weil ihnen der Anbau von Getreide aufgrund dementsprechend fehlender Ackerflächen nicht möglich ist.

Über diese und viele weitere Wahrheiten berichtet die abwechslungsreiche und interessante Dokumentation "Meat the Truth" der niederländischen Nicolaas G. Pierson Foundation. Obwohl solche Filme sehr überzeugend sind, werden sie leider und traurigerweise auch vielfach ignoriert, weil es offenbar erschreckend viele Menschen gibt, die es einen Dreck kümmert, welch einen Planeten wir nachfolgenden und zukünftigen Generationen hinterlassen.

Und weil diese und ähnliche Fragen offenbar vielen Menschen nicht so wichtig scheinen, weil sie vermutlich nur egoistisch denken und entsprechend der Losung "Nach mir die Sintflut" ihr klägliches Dasein fristen, ist es nicht verwunderlich, wenn derartig gleichgültige Typen einen Dokumentarfilm wie diesen schrecklich langweilig finden und ihre Zeit lieber darauf verwenden, sich mittels Glotze einen sinnlosen Actionfilm oder  irgendwelchen anderen Müll "reinzuziehen".

Wer sich jedoch weniger gleichgültig und desinteressiert den ernsthaften Problemen unserer Zeit zuwendet, wird dank dieses Dokumentarfilms "Meat the Truth" mit vielerlei Wahrheiten und Fakten konfrontiert, die man letztlich nur noch dann ignorieren kann, wenn man ein riesengroßer Dummkopf ist und dies auch zu bleiben beabsichtigt.

Der Film bringt es an den Tag: Eine der wichtigsten Ursachen des Klimawandels ist und bleibt die weltweit intensive Massentierhaltung. Die Fleischproduktion für den menschlichen Genuss erzeugt mehr Treibhausgas-Emmissionen als alle Autos, Lastwagen, Züge, Schiffe und Flugzeuge! Viele weitere in diesem Film dokumentierten Fakten und Wahrheiten erfahren wir, wenn wir uns "Meat the Truth" einfach in aller Ruhe anschauen. Die Filmlänge beträgt 72 Minuten und  mittels CC in der Funktionsleiste des Players aktiviert man die deutsche Untertitelung dieser Dokumentation.

Montag, 20. Juli 2015

Ungewöhnlicher Besuch in einem Schlachthof (Teil 2)

Beide Tierfreunde erleben, wie sich trotz erfolgter Betäubung einige der Tiere noch stark winden und mittels einer Stromzange nur die noch besonders stark herumzappelnden Tiere nochmals nachbetäubt werden. Dann wird Schwein für Schwein kopfüber am Fließband aufgehängt und beide Tierfreunde trauen ihren Augen nicht: auch einige der nachbetäubten Tiere winden sich immer noch, hängen zappelnd und schreiend am Fließband und bekommen somit bei lebendigem Leib schliesslich das Schlächtermesser in die Kehle gerammt.

Ein Schwall von Blut ergießt sich auf den Schlächter, der sich daraufhin routiniert und teilnahmslos mit einem Wasserschlauch das Blut von seiner Schürze spritzt, während die hängenden Schweine mit ihren aufgeschlitzten Hälsen und immer noch zappelnd, in einer unter ihnen befindlichen riesigen Wanne mehr und mehr ausbluten und deren Todeskampf nun endlich ausgestanden scheint.
"Alles nur Nervenzucken", erklärt ihnen der Oberschlachter und hält ihnen weitere Vorträge über seine schwere Arbeit im Schlachthof, die leider nur wenige zu schätzen wüßten.

Und überzeugt von der Notwendigkeit seiner Arbeit erklärt er ihnen, wie wichtig und notwendig doch die fleischliche Ernährung sei, obwohl zwei gesunde und zwei "lebende Beweise" dafür, dass er sich irrt, mit einer Kamera in der Hand neben ihm stehen. "Stellen Sie sich mal vor, ohne Fleisch wäre doch niemand in der Lage, so schwere Arbeit zu tun wie die der Bauern oder der Metzger hier im Schlachthof".

Und beide Tierfreunde berichten weiter, wie nach dem Ausbluten zwecks Säuberung und Entborstung die Schweine in einem riesigen Ofen landeten, aus dem oben Flammen herausschlugen und wenig später jeweils zu zweit aus diesem Ofen wieder herausglitschten. 

Nun wurden den Schweinen die Ohren und andere Körperteile abgeschnitten und erneut am Fließband aufgehängt, wurden nun den Schweinen die Bäuche aufgeschlitzt, die noch warmen und dampfenden inneren Organe und Därme herausgerissen, um danach von Männern mit Massenmördergesichtern und Kettensäge in zwei Hälften zersägt zu werden.  Letztendlich erfolgte  die Fleischbeschau, Stempel drauf und fertig ist das Fleisch. Zitat des Oberschlächters, der die ganze Zeit, in diesem furchtbaren Schlachtfeld stehend, über Gott und die Welt plauderte: "Kriege, wo Unschuldige verstümmelt und getötet werden, sind grausam, unnötig und unerträglich."

Nachdem beide Tierfreunde genug gesehen und gefilmt haben, liefern sie ihre Overalls und Gummischuhe wieder ab und den beiden im Büro sitzenden Damen fällt beim Anblick der beiden Tierschützer nichts Besseres ein, als ihnen gegenüber festzustellen: "Was heute in den Altenheimen abgeht, das ist grausam. Und was man Kindern alles antut, furchtbar!". 

Einer der beiden Tierfreunde erlaubt sich angesichts dieses Geschwafels beider Frauen eine durchaus verständliche Rückfrage: Und der Schlachthof? "Ich kann das nicht ansehen", erwidert die eine und beide Büro-Frauen beteuern, noch nie drin gewesen zu sein und auch niemals reingehen zu wollen. "Wir essen unser Fleisch und das da geht uns nichts an". Ignoranz tötet - und für beide Tierfreunde gibt es keinen Zweifel darüber, dass beiden Damen schlagartig der Appetit auf Fleisch vergehen würde, wenn Sie endlich ihre Augen und ihre Herzen öffnen würden.

Etwa 400 Schweine werden täglich in diesem Schlachthof "verarbeitet", also jährlich zirka 60.000 grausam getötete und zerstückelte Schweine allein in diesem Schlachthof und unvorstellbare 46 Millionen Schweine  werden jedes Jahr allein in Deutschland geschlachtet. 46 Millionen Schweine - Schweine, die bis zu ihrem schrecklichen Ende ihr ganzes Leben nur gelitten haben. 

Als kleine Ferkel ihren Müttern weggenommen, werden ihnen unter Höllenschmerzen von Menschen die Schwänze abgeschnitten, die Zähne abgebrochen, die Ohren durchstanzt, sie werden betäubungslos kastriert, und verstümmelt und zurechtgeschnitten für die Fleischindustrie geht ihr Leiden weiter, eingepfercht in dunklen, dreckigen Kerkern, ein Leben auf Spaltenböden in den eigenen Exkrementen, ohne Beschäftigung.

Hierdurch verrückt werdend, verstümmeln sie sich gegenseitig vor Stress und Beschäftigungslosigkeit, sie sehen niemals Sonne, niemals Regen, außer in den fünf Minuten des Wartens auf den Tod vorm Schlachthof. Sie haben bis zu ihrem Tod nie den Rüssel in die Erde wühlen können, niemals auf einem Ast herumgekaut, niemals ein Nest bauen dürfen, niemals im Schlamm gesuhlt. Um am Ende dieses "Lebens" kopfüber aufgehängt bei lebendigem Leibe den Hals aufgeschlitzt zu bekommen und zu Fleisch verarbeitet zu werden. Ein Krieg gegen Unschuldige. Grausam, unnötig und unerträglich.

Sonntag, 5. Juli 2015

Kampfhunde? Nein, die Bestie ist der Mensch!

Betreffs sogenannter "Kampfhunde" sollten wir immer eines wissen und berücksichtigen:

Wenn ein Hund tatsächlich zu einem "Kampfhund" geworden ist, dann doch nur deshalb, weil er von skrupellosen Züchtern und Haltern dazu gemacht wurde. Weder ein Schoßhündchen noch ein Kampfhund werden als solche geboren.
Ob aus einem heranwachsenden Hund ein freundlicher oder agressiver Hund wird, dies entscheidet letztlich dessen Erziehung. Kein Hund wird als aggressive Kampfmaschine geboren, sondern das eigentliche Ungeheuer ist meist der Hundehalter, der seinen Hund in Richtung Kampfmaschine gedrillt, verbogen und verdorben hat.

Mit anderen Worten: Aufgrund der Tatsache, dass genetische Unterschiede zwischen den heutigen Hunderassen nicht nachweisbar sind, kommen wir nicht umhin, die weitverbreitete Theorie gefährlicher Hunderassen als abwegig zu bezeichnen. Demnach ist es unsinnig, z.B. einen gut erzogenen Pitpull als Kampfhund zu charakterisieren und andererseits einen Pudel als überaus brav und unbedenklich zu deklarieren, denn selbst das friedlichste Hündchen wird irgendwann zuschnappen, wenn man ihm rücksichtslos auf die Pfoten tritt.

Brief eines sogenannten "Kampfhundes" an uns Menschen:

An euch Menschen:
Ich muß euch leider einmal sagen,
es geht mir nicht gut  seit Tagen,
und wenn ich gut schreiben könnte,
würd´ ich schreiben ein Gedicht
mit Sorge und auch Tränen im Gesicht,
denn man sagt, ich sei ein Kampfhund
und das ich gefährlich bin,
doch bitte öffnet eure Augen
und schaut einmal genauer hin,
denn ich bin doch nur ein Werkzeug,
von euch Menschen scharf gemacht,
von Haltern, die sehr skrupellos
und die nicht haben nachgedacht.
Man sagt, dass ich jetzt sterben muss,
mit diesem Wahnsinn sei jetzt Schluss.
Doch ich bin nur das Werkzeug Euer,
gemacht von euch zum Ungeheuer.
Und wenn ich nun sterben muss
durch Todesspritze oder Schuss,
geb´ ich euch Menschen einen Rat:
ich bin ein Hund, ein Kamerad.
Lasst meinen Tod nicht sinnlos sein
und lasst uns einfach Hunde sein.
Das schreibt ein Hund, der Kampfhund ist
und weiß, dass manch ein Mensch nicht besser ist.


Samstag, 6. Juni 2015

Allein mit unserem Mitleid ist keinem Tier geholfen

Sehr viele Tierschützer sind oftmals viel zu zahm, viel zu lieb und sanftmütig. Dementsprechend erreicht man im Tierschutz nur wenige bzw. kaum besonders nennenswerte Erfolge. 
Unsere "Liebenswürdigkeiten" im Tierschutz sind jedoch gänzlich fehl am Platze und unsere Ziele viel zu schade dafür, verniedlicht oder belächelt zu werden.
 
Wenn wir für die  massenhaft leidenden und gequälten Tiere etwas erreichen und bewirken wollen, dann gilt es und dann ist es unausweichlich, die Spreu vom Weizen zu trennen, denn leider ist nicht jeder, der sich das Schild "Ich bin ein Tierschützer" um seinen Hals gehängt hat, auch wirklich ein wahrhaftiger Tierschützer. Nein, unser Tierschutz braucht und benötigt Menschen, die den Ernst der Lage erkannt haben und zu Veränderungen - auch an sich selbst - im Dienst für unsere Sache bereit und willig sind.
 
Mit unseren oftmals faulen Kompromissen disqualifizieren wir uns als Tierfreunde und Tierschützer und setzen unsere Glaubwürdigkeit, unsere Efekktivität und Kompetenz außer Kraft. Und unser Glaube daran, das es genügt und ausreichend ist, "ein gutes Herz" zu haben, ein "Tierfreund" zu sein und Mitleid zu empfinden, hat sich längst ausgeträumt. Nein, mit derartigen Träumereien und Hirngespinsten werden wir das Leid unserer Mitgeschöpfe nie und nimmer bekämpfen und ausmerzen können. 

Es ehrt zwar unsere Menschlichkeit, wenn uns das Leid vieler Tiere Tränen des Mitleids und Mitgefühls in die Augen treibt, aber mit unseren Tränen ist den Tieren in keinerlei Weise auch nur ein Stückchen geholfen. Für uns, die wir Tierschützer sein wollen, sollte es maßgebend sein, nicht nur zu Weinen und Mitleid zu empfinden, sondern  jeden Tag neu für eine menschlichere Welt und für ein besseres Leben der Tiere ohne Wenn und Aber einzutreten und zu kämpfen.

In diesem Sinne:  Lieber stehend sterben, als ewiglich gebückt dahinzuvegetieren !

Montag, 27. April 2015

Bedrückende Fragen und Gedanken

Immer wieder stellt sich mir eine Frage, die mich sehr beschäftigt und umtreibt:

Warum nur müssen viele Tiere unter der Knechtschaft des Menschen ein so schreckliches und leidvolles Dasein erdulden und erfahren? Mit welchem Recht quälen wir unsere Mitgeschöpfe? Woher nehmen wir uns das Recht, Tiere zu versklaven und sie - wie es z.Bsp. in der Massentierhaltung der Fall ist - gnadenlos auszubeuten? Mit welchem Recht missbrauchen, vergiften und zerstückeln wir Tiere in Tierexperimenten und Tierversuchen? 

Unser Umgang mit vielen unserer Tiere gleicht den Verbrechen der Inquisition, der Hexenverfolgung, der Sklavenhaltung und vielen anderen Verbrechen - und das in unserem 21. Jahrhundert. In vielen Fällen erleben Tiere durch uns Menschen vielerlei Qual und Leid, Missachtung und zerstörtes Leben.

Jedoch welches Recht haben wir, so gnadenlos, so würdelos, so missachtend, so quälerisch und ausbeutend mit unseren Mitlebewesen umzugehen? Keines! Selbst dann nicht, wenn wir uns als vermeintliche "Krone der Schöpfung" noch so sehr einbilden, betreffs unserer Sprache und Seele, unserer Vernunft und unserer Gefühle im Gegensatz zu Tieren angeblich etwas Besonderes und Einzigartiges zu sein. 

Über all das verfügen die Tiere - unsere Mitgeschöpfe - genauso und oftmals noch intensiver als wir Menschen! Leider sind viele Menschen nicht bereit, diese Tatsache zu akzeptieren und daraus die erforderlichen Konsequenzen zu ziehen, denn dann müsste der Mensch den Tieren auch ihre Rechte zugestehen.

Aber das lässt unsere menschliche Anmaßung nicht zu! Kein Tier quält und tötet so bewusst und berechnend - und vor allem ohne Notwendigkeit - wie wir Menschen das alltäglich tun bzw. Tag für Tag zulassen oder gar befürworten.

Auch stelle ich immer wieder traurig fest, daß es letztlich nicht besonders viele Menschen gibt, die sich aktiv für eine bessere und weniger leidvolle Welt der Tiere einsetzen. Aber damit noch nicht genug, denn hinzu kommt noch eine viel traurigere Tatsache, nämlich jene, daß Tierfreunde und Tierschützer sehr oft nicht miteinander zusammenarbeiten, nicht gemeinsam an einem Strang ziehen, sondern sich stattdessen oft gegenseitig bekämpfen, beschimpfen und mit Steinen bewerfen.

Was wurde mir da nicht schon alles in Form vernichtender Kritik und boshafter Beleidigungen an meinen Kopf geworfen. Da meldeten sich z.Bsp. mir vertraute Tierfreunde aus einem nicht unweit von meinem Wohnort befindlichen Tierheim und Tierschutzverein zu Wort und verunglimpften meine Tierschutzaktivitäten via Internet als bloße "Unterhaltung" und meinten nicht weniger dummschwätzig, dass Tierschutz mittels Internet doch nur das Produkt von gähnender Langeweile sein kann und wahrhaftig aktive Tierschützer keineswegs im Internet, sondern nur im besagten Tierheim zu finden wären.

Oder ich denke an die ebenso haarsträubenden Ansichten und Äußerungen zweier Damen, die ich dank eines anderen Blogs mehr und mehr etwas näher kennenlernen durfte:  auch diese beiden Tierfreundinnen haben mich rigoros, verächtlich und abwertend in Grund und Boden gestampft und sich nicht gescheut, meine Tierliebe, meine Empfindungen und Ansichten als pure Heuchelei und bloßes Schauspiel zu bezeichnen.

Aber wie entmutigend und niederschmetternd derartige Beleidigungen und an den Haaren herbeigezogene Kritiken auch immer sein mögen: Mein Herz und meine Stimme gehört nach wie vor denen, die keine Stimme haben! Daran wird sich hoffentlich auch niemals etwas ändern - trotz aller Kritik, die dann und wann auf mich niederprasselt, trotz aller Felsbrocken, mit denen mich vermeintlich bessere und wahrhaftigere Tierschützer u. Tierschützerinnen zu bombardieren gedenken.

Dennoch aber ist und bleibt es eine sehr traurige Tatsache, dass sich Tierschützer oft gegenseitig mit giftigen Pfeilen beschießen und dementsprechend gute, nützliche und erfolgsversprechende Tierschutzarbeit oft behindert wird oder gar gänzlich zum Scheitern verurteilt ist.

In einem Song des Tierrechtlers H.Harper wird dieser traurige und beklagenswerte Mangel an notwendiger Einigkeit auf den Punkt gebracht, denn hier heißt es :

Jedes Grüppchen kocht sein Süppchen,
keine Spur von Einigkeit.
Anstatt dessen Konkurrenzkampf
und der pure Futterneid.
Jedes Grüppchen kocht sein Süppchen,
in der Szene herrscht meist Streit.
Anstatt Allianzen fest zu schmieden,
nur Ignoranz und Eitelkeit.
Manches Grüppchen kocht ein Süppchen
bis zur eig’nen Agonie.
Anstatt der Ethik Ziel zu folgen,
siegt die kriminelle Energie. 


Ein Songtext, der es in sich hat, weil er realistisch ist. Ein Songtext, der mich fragen läßt: Warum nur sind wir vernunftbegabten Menschen oft so unvernünftig? Warum nur kocht jeder sein eigenes Süppchen? Ist es denn tatsächlich so schwierig zu begreifen, zu verstehen und sich darüber klar und bewußt zu werden, daß wir nur vereint und gemeinsam die Not vieler Tiere lindern, verbessern und eines Tages möglicherweise ganz und gar beseitigen können?

Auch wenn sich Tierschützer dann und wann gegenseitig mit Kot oder Steinen bewerfen, sich gegenseitig den Respekt verweigern und unter Umständen dauerhaft zerstritten und verfeindet bleiben,  auch wenn man sich angesichts gegenseitiger Diskrepanzen nicht mehr besonders herzlich und freundschaftlich zu begegnen vermag, so bleibt uns allen, denen das Wohlergehen und der Schutz aller leidenden und hilfsbedürftigen Tiere ein Herzensanliegen ist, die nachfolgende Frage nicht erspart :

Für wen schlagen letztlich unsere Herzen? Schlägt es für diejenigen, die ihr Herz längst schon und unausweichlich an ihre Gewinne und Profite verraten und sich somit selbst verloren haben? Schlägt es möglicherweise für diejenigen, die als Folge egoistischen Denkens und Handelns gleichgültig und herzlos geworden sind und daher ein Herz aus Stein haben?

Oder schlägt es stattdessen für die, denen wir unermeßliches Leid und Elend zufügen, denen wir Schreckliches antun und denen gegenüber wir uns alltäglich barbarischer Verbrechen schuldig machen?

Haben wir für alle leidenden Geschöpfe dieser Erde - für leidende Menschen und  für leidende Tiere - überhaupt noch einen wohlwollenden, liebevollen, anteilnehmenden und wertschätzenden Blick?